Projekt Voronoi Lampe – aus dem 3D Drucker

Voronoi Sphere pendant luminaire
Voronoi-Stukturen faszinieren mich weil sie sich mathematisch exakt beschreiben lassen, in ihrer graphischen Darstellung aber organisch und natürlich wirken.

Daraus wollte ich eine Lampe konstruieren!

Die komplexe Struktur kann ich mit manuellen Fertigungsmethoden in meiner kleinen Werkstatt nicht herstellen. Aber mit 3D-Druck muss das gehen.

Einen 3D-Drucker wollte ich mir jedoch nicht anschaffen. Lieber habe ich den 3D-Druckservice von Shapeways in Anspruch genommen. Die drucken fast beliebige Formen mit einer unglaublich breiten Palette von Materialien aus. In ca. 2 Wochen kriegt man sein Objekt ausgedruckt und per Post nach Hause gesandt.

Wer sich selber eine Voronoi-Lampe bauen will, der folge der Bauanleitung auf der Voronoi-Lampen Projektseite. Das ist ganz einfach, und braucht keine besonderen Werkzeuge oder Bastelfertigkeiten.

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NZZ digital Probeabo – ja gern – nein danke

Ich bin ein Gratisnutzer der NZZ. Den morgendlichen Newsletter sowie Artikel auf nzz.ch lese ich gelegentlich gerne, aber bisher zu selten um ein Abo zu lösen. Ich behalte die NZZ aber im Auge weil ich erstens guten Journalismus wichtig finde und zweitens grundsätzlich bereit bin dafür zu bezahlen.

Heute Morgen um 9h erreicht mich diese Nachricht per email vom NZZ Lesermarketing:

Sichern Sie sich die «Neue Zürcher Zeitung» und die «NZZ am Sonntag» im digitalen Kombi-Abonnement 4 Wochen lang für nur 10 Franken. Damit geniessen Sie Lektüre mit Hintergrund und Tiefgang auf all Ihren Geräten an jedem Ort der Welt.
Der Countdown für die letzte 1.-August-Rakete läuft: Das Angebot ist nur bis heute um Mitternacht gültig.

Das, so dachte ich mir, ist ein faires Angebot. Das mache ich!

Wie man als mündiger Bezüger von online- und offline-Diensten weiss soll man beim Abschluss eines Vertrag unter anderem darauf achten, unter welchen Bedingungen er wieder aufgelöst werden kann. Überhaupt will ich wissen, wozu ich mich bei diesem Probeabo verpflichte.

Ich folge dem Link im email. Wie schon fast zu erwarten war sind die Versprechungen gross und die Informationen dürftig. Die Informationsseite ist schön übersichtlich, aber Kleingedrucktes ist nicht zu finden. Auskunft kann ich haben

  • per Chat: ist aber gerade nicht aktiv
  • per Telefon: ist am Nachmittag um 15h leider nicht bedient. Ok, es ist Sonntag. Aber was kann ich dafür, dass ich von der Aktion um 9h informiert werde und ich mich bis 24h gleichentags entscheiden muss?
  • per email: habe ich eine Anfrage geschickt. Auf die Antwort warte ich noch.
  • per FAQ – oh je!

Warum ich FAQs kritisch gegenüber stehe? Weil FAQs in 99% der Fälle nicht die häuftigsten Fragen der Kunden adressieren sondern die liebsten Antworten des Anbieters, und selbst wenn die Anwort auf meine Frage in den FAQs ist, ist sie oft schwer zu finden. Ausserdem habe ich eine Frage zu einem spezifischen Sonderangebot der NZZ, und auf den FAQ finde ich doch eh nur allgemeine Infos?

Ich gehe also trotzdem auf die FAQ und suche nach Kündigug

nzz-faqOffensichtlich hat noch nie ein NZZ-Kunde nach den Bedingungen einer Kündigung gefragt.

Spätestens an dieser Stelle hätte ich normalerwiese das Handtuch geworfen weil ich mich einerseits geärgert und andererseits schon zu viel Zeit vertrödelt habe. Ich bin aber guter Dinge und habe Ferien – darum gebe ich noch nicht auf.

Ich wähle ein Hilfethema aus. Ist es digitale Services, oder e-Paper für mein digitales Abo? Oder eher Rechnung und Zahlung oder Abonnemente? Ich wähle Abonnemente, und siehe da, der letzte Punkt stellt und beantwortet einen Teil meiner Frage. Ich scheine mein Abo jederzeit kündigen zu können. Wenn ich das Abo also bestelle, bezahle und gleich darauf wieder kündige, habe ich mein 4-Wochen Probeabo. Etwas unschön ist, dass die Kündigung mit anderen Mitteln erfolgen muss (per Telefon zu Bürozeiten) als die Bestellung (online – an 7 Tagen an allen 24 Stunden). Und was passieren würde, wenn ich nicht kündige, ist mir immer noch nicht klar. Habe ich mich dann zur Zahlung eines Jahresabos verpflichtet? Werde ich vorher nochmal gefragt?

Also gut – ich will das Probeabo trotzdem bestellen.

Ich muss dazu ein Konto eröffnen, und email und Passwort angeben. Auch meinen Namen will man wissen, ok. Aber wozu ist die Angabe meiner Postadresse obligatorisch? Ich will doch nur ein Digitalabo! Muss die NZZ irgendwelche regulatorische Bestimmungen erfüllen? Unwahrscheinlich. Muss mein Wohnort bekannt sein damit der Dienst erbracht werden kann? Kaum. Muss die NZZ mich erreichen können? Kann sie doch per email. Will sie mir Werbung per Post zusenden? Vermutlich.

Aber Werbung will ich nicht in meinem Briefkasten. Da sich der Leserservice in der Zwischenzeit auch nicht gemeldet hat lasse ich es bleiben und verzichte auf das Probeabo.

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Vitudurum V2 Umbau

Ich habe vor Kurzem eine gebrauchte und defekte Vitudurum V2 (vermutlich baugleich zur Fiorenzanto Colombina) erstanden. Die Symptome des Defektes: nach dem Einschalten schalteten im 2-Sekunden Takt deutlich hörbar irgendwelche Relais, und zwar solange bis die Maschine aufgewärmt war. Die Heizung wurde immer nur kurz eingeschaltet und die Schalterei tönte ungesund. Die Aufwärmphase dauerte darum deutlich länger als normal. Die aufgewärmte Maschine setzte danach ca. alle 2 Stunden unvermittelt die Pumpe für einige Sekunden in Gang. All das wies auf einen Defekt der Elektronik oder eines Sensors hin.

Da ich auch nach längerer Suche keinen Schaltplan der Vitudurum V2 fand, musste ich eben selber einen erstellen.

Vitudurum-PID-schematic

Schaltplan Vitudurum V2 (Fiorenzato Colombina)

Das Durchmessen der Maschine ergab ziemlich schnell dass alle Sensoren und passiven Bauteile in Ordnung waren, und folglich die Gicar Schaltbox defekt sein musste. Auf die Schnelle war nicht zu eruieren was an der Gicar Box selbst defekt und ob sie reparierbar war.

Eine Ersatzbox von Gicar kostet um die €100.-, ist also schweineteuer. Dabei sind ihre Funktionen in der Maschine mehr als bescheiden. Sie sorgt 1) beim allerersten Einschalten dafür, dass der Kessel mit Wasser befüllt wird und dass 2) die Maschine bei zu wenig Wasser im Tank ausgeschaltet wird. Dafür über €100.- auszugeben ist mir zu schade! Ich entschied die Gicar Box komplett auszubauen, auf die automatische Befüllung zu verzichten, und bei niedrigem Wasserstand im Tank ein Signal ertönen zu lassen.

Wichtiger war mir hingegen die originale Thermostat-Temperatursteuerung mit der recht grossen Hysterese von etwa 10° durch eine viel präzisere PID-Steuerung zu ersetzen. Die für die PID-Steuerung erforderlichen Bauteile:

Der modifizierte Schaltplan sieht dann so aus:

Vitudurum-schematic

Vitudurum V2 modifiziert: Mit PID-Temperaturkontrolle und ohne Gicar Box

Anstelle eines RTD Sensors lassen sich auch andere Typen verwenden, wobei dann allenfalls die Verkabelung ändert (wie im XMT 7100 Manual angegeben). S4 ist der Taster mit Druckfeder, der bei niedrigem Gewicht des Wassertanks schaltet.

 Der Umbau

Hier nun der schrittweise Umbau in Bildern

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Vitudurum V2 geöffnet

Es hat im Gehäuse nicht übermässig viel freien Platz für den PID und die restlichen Bauteile. Kriterien: der PID sollte von aussen bedienbar, aber trotzdem nur dezent sichtbar sein (so ein Digitalgerät ist in einer Espressomaschine mit ihrer Mechanik eben schon ein Stilbruch), der PID sollte vor Leckwasser und Hitze geschützt sein. Nach langer Überlegung entschied ich den PID am Wassertank-Trägerblech unterhab des Wassertanks anzubringen. Zusammen mit dem Tongeber wird er mit einem Aluprofil, das passende Aussparungen hat montiert.

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PID Controller und Signalgeber mit Montagewinkel aus Aluprofil

Das Aluprofil hat M3 Gewinde und wird durch zwei Löcher im Wassertank-Zwischenblech mit Senkkopfschrauben festgeschraubt.

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PID Controller und Signalgeber mit Montagewinkel aus Aluprofil

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Unterhalb des Wassertanks festgeschraubter Montagewinkel

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Auf Grundplatte unterhalb des Wassertanks fesgeschraubtes Solid State Relais

Dank des passenden Gewindes kann der Thermostat für die Wassertemperatur ganz einfach durch den RTD Sensor ersetzt werden.

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Thermostat für Wassertemperatur ersetzt durch RTD-Sensor

Wenn die Maschine schon umgebaut wird soll bei der Gelegenheit auch noch gleich der Wasserkessel isoliert werden. Ich habe 1cm dicke Armaflex Isolationsmatte verwendet, die bis 120° Celsius erträgt.

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Zur Hälfte am Heizkessel angebrachte Armaflex Isolationsmatte

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Am Heizkessel angebrachte Armaflex Isolationsmatte mit Ausschnitten für Sensoren und Wasseranschlüsse

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Erster Funktionstest mit kompletter Verkabelung

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Zur Hälfte zusammengebaute Espressomaschine

Das Seitenblech aus Chromstahl hat eine Aussparung um den PID-Controller bedienen, und die exakte Kesseltemperatur von aussen sehen zu können. Die Aussparung wurde mit der Stichsäge und speziellem Inox-Sägeblatt gesägt.

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Komplett zusammengebaute Espressomaschine mit Ausschnitt für den PID Controller im Seitenblech

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Funktionstest bei komplett zusammengebauter Maschine …

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… und der erste Bezug eines Espresso!

 

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Verbot von Bitcoin-Bancomat in Taiwan

Wie unter anderem das Wall Street Journal berichtet untersagt die taiwanesische Finanzaufsichtsbehörde die Inbetriebnahme eines Bancomaten für Bitcoins. Die seltsame Begründung: “Bitcoin ist kein legales Zahlungsmittel”.

Mich würde Wunder nehmen wo geschrieben steht, dass ein Automat nur legale Zahlungsmittel herausgeben darf? Mit der gleichen Begründung müsste man verbieten:

  • Automaten in Spielhallen, bei denen man Geld in Spielchips für Glücksspiele umtauschen kann.
  • (fiktive) Automaten, an denen man 1g Goldbarren gegen Bargeld bezieht.
  • Zigarettenautomaten – weil Zigaretten vor allem in inflationären Zeiten auch schon als Tauschmittel verwendet wurden.

An den obigen Beispielen sieht man, dass die Begründung der Behörde absurd ist. Was also veranlasst sie den Bancomaten zu verbieten? Ich kann mir nur zwei Erklärungen vorstellen

  1. Die Experten und hochbezahlten Berater der Taiwanesischen Finanzaufsichtsbehörde haben nicht verstanden, was Bitcoin ist.
  2. Die Finanzaufsichtsbehörde hat Bitcoin verstanden und wähnt eine Bedrohung. Sie versucht möglichst früh durch Verbote die Verbreitung von Bitcoin zu behindern.

Beides wäre doch recht bedenklich…

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Filmverleih im Jahre 2013

Wie sieht moderner Filmverleih aus? Online würde man meinen. Schliesslich ist man gut vernetzt und jeder Mensch hat zuhause Geräte stehen, mit denen man Medien in fast allen Formaten abspielen kann.

Ich muss Filme nicht besitzen, und ich habe auch keinen Platz um stapelweise DVDs aufzuheben. Darum bevorzuge ich klar den Filmverleih. Am liebsten sehe ich Filme in Originalsprache, gerne auch mit Untertiteln in Englisch, Französisch, Italienisch – je nach Originalsprache. DVDs können das. Kann das auch der online Verleih?

Mein Freundeskreis verweist mich auf iTunes. iTunes sei der Anbieter mit dem vollständigsten Angebot.

Mein Test: Sind die letzten 10 Filme die ich zuhause angesehen habe bei iTunes erhältlich?

Film Kauf Verleih Orig Audio Orig Untertitel
Stand by Me apply edit_delete_mail edit_delete_mail edit_delete_mail
The Red Shoes edit_delete_mail edit_delete_mail edit_delete_mail edit_delete_mail
Devil’s Doorway edit_delete_mail edit_delete_mail edit_delete_mail edit_delete_mail
Shaft apply apply apply edit_delete_mail
Shallow Grave edit_delete_mail edit_delete_mail edit_delete_mail edit_delete_mail
Ararat edit_delete_mail edit_delete_mail edit_delete_mail edit_delete_mail
The Dirty Dozen apply apply apply edit_delete_mail
Oberst Redl edit_delete_mail edit_delete_mail edit_delete_mail edit_delete_mail
Hinter den sieben Gleisen edit_delete_mail edit_delete_mail edit_delete_mail edit_delete_mail
Der Fan edit_delete_mail edit_delete_mail edit_delete_mail edit_delete_mail

Es zeichnet sich ein trauriges Bild. Nur zwei der zehn Filme sind im online Verleih erhältlich, und ein weiterer wird noch zum Kauf angeboten. Die gleichen zwei darf ich auch in der Originalsprache sehen. Untertitel gibt’s bei keinem der Filme.

Liebe Filmindustrie: Bitte lass mich mein Geld ausgeben! Ich will mir keine Filme auf illegalen Weg besorgen. Ich will konsumieren. Ich möchte Dich dafür bezahlen, dass Du mir Filme ausleihst. Warum ist das für Dich so schwierig?

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Bitcoin Präsentation

Für meinen online Shop tazzine.ch benötige ich ein effizientes und praktisches Zahlungsmittel. Leider muss man feststellen, dass es nach über 20 Jahren seit Bestehen des Internet noch immer kein wirklich befriedigendes Zahlungmittel für Geldtransaktionen im Netz gibt. Ganz kurz gesagt die Probleme: Kreditkarten sind grotesk unsicher und Transaktionen zu teuer. Banküberweisungen sind schwerfällig, Überweisungen dauern lange und werden Nachts und am Wochenende nicht ausgeführt. PayPal ist teuer und unsympathisch.

Mit grossem Interesse habe ich daher von Bitcoin gehört (zuerst im Sommer 2012) und mich dann vertieft damit beschäftigt (Dezember 2012). Im Februar ’13 habe ich es als Zahlungsmittel in meinem Shop zugelassen – als mitunter einer der ersten online Shops in der Schweiz.

Bitcoin ist in vielerlei Hinsicht faszinierend. Es ist ein völlig neuartiges Konzept für ein peer-to-peer Zahlungsmittel, das keine zentrale Instanz benötigt.

Hier meine Präsentation, die ich im April 2013 intern bei meinem Arbeitgeber gehalten hatte: Bitcoin-Praesentation-Apr13.pdf . Die Präsentation eignet sich nicht als Tutorial, aber insbesondere die Slides 10-12 können für jemanden von Nutzen sein, der das Bitcoin Protokoll kennt und es jemandem erklären möchte.

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Extremkooperation

Die Stadt Zürich behauptet gerne von sich, mit dem Ausbau der Glasfaserinfrastruktur zügig voranzuschreiten. Zwei Volksabstimmungen verpflichten sie bzw. das ewz auch dazu.

Leider ist mein Wohnort gemäss Verfügbarkeitsprüfer nicht erschlossen, und sogar noch nicht mal in Planung. Ein bisschen erstaunt mich das schon. Erstens wohne ich nicht irgendwo im Cacao sondern an zentraler Stelle in Zürich Wollishofen. Und zweitens wurde in den letzten zwei Jahren von der Haupt- zur Zubringerstrasse weiträumig so ziemlich aller Asphalt rund um unser Haus aufgerissen – soviel ich weiss um die Kanalisation zu erneuern.

Das ewz.zürinet hat eine telefonische Auskunft. Die nette Dame bestätigte mir, dass an meinem Wohnort tatsächlich noch keine Glasfasererschliessung geplant sei. Ob eine Erschliessung denn bedeuten würde, dass die Strassen aufgerissen werden müssten, wollte ich wissen. “Ja, das wäre wohl so” bekam ich zur Antwort. Ob es denn sein könne, dass erst gerade alle Strassen aufgemacht worden wären, und dabei die Glasfasern vergessen wurden? Naja, das könnte eventuell schon sein, obwohl aber das “ewz extrem gut mit den Tiefbauamt zusammenarbeitet”.

Ich sähe da noch ein gewisses Potenzial diese extrem gute Kooperation nochmal extrem zu verbessern.

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Das Kunststück auf Schienenrädern

Ich sitze im Zug von Genf nach Zürich und habe soeben im Zugsrestaurant zu Abend gegessen. Von den Restaurants auf Schienen erwarte ich nicht allzu viel, erstens aus Erfahrung und zweitens weil man ja weiss dass die Möglichkeiten einer Bordküche notgedrungen beschränkt sind. Dennoch hatte ich in letzter Zeit in den SBB Restaurants eigentlich immer ganz ordentlich gegessen.

Was ich aber heute aufgetischt bekommen habe, das war – wie soll ich’s sagen – echt der Hammer. Bestellt habe ich den Rindsbraten Boeuf braisé ajoulot für Fr. 24.90. Die beiden Bratenstücke waren zart-weich und hatten genau die richtige, faserige Konsistenz. Der Kartoffelstock war durchsetzt mit richtigen Kartoffelstücken und Gemüsewürfelchen. Und auch die Sauce war durch und durch schmackhaft.

Obwohl ich weiss dass es nicht so ist, aber ich hatte zu keinem Zeitpunkt das Gefühl etwas Aufgewärmtes zu essen. Ein Riesenkompliment an das Zugsrestaurant. Da ist euch ein Kunststück gelungen!

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Das Image von Bankern

In der heutigen Echo der Zeit Sendung hat es mir aber auch die Sprache verschlagen. Im Beitrag Banker – ein Beruf verliert an Ansehen ging um den zunehmenden Statusverlust des Bankangestellten.

Im Beitrag wurde Elli Planta, ehemalige Arbeitnehmervertreterin in der UBS von der Moderatorin gefragt, ob das Image der Bankenbranche gelitten habe. Plantas Antwort:

“Dass die Banken eben just so behandelt werden wie jede andere Industrie, … wie Gartenzaunhersteller … das ist natürlich etwas das so auch nicht wirklich stimmt. Mit Geld umzugehen für die Existenz von Leuten wie zuständig zu sein, also ihr Geld aufzubewahren oder eben auch Kredite zu geben für die Leute die es brauchen, das ist finde ich etwas sehr viel anderes.”

Wie bitte? In Zeiten, in denen

  • im Wochenrhythmus Skandale ans Tageslicht kommen, bei denen Banken ihre Investoren gezielt getäuscht und sich an ihnen bereichert haben
  • systematisch und mit krimineller Energie eine Immobilienblase aufgepumpt wurde damit (nicht nur aber auch) Banken weltweit astronomische Spekulationsgewinne “erwirtschaften” konnten
  • meine Bank ständig Dienstleistungen abbaut oder verteuert, die dabei anfallenden Kosteneinsparungen aber nicht an mich als Kunden weitergibt sondern den Investoren oder ihren Angestellten in  Form von exorbitanten Boni

kurz, in Zeiten in denen Banken und ihre Angestellten gerade durch besonders verantwortungsloses Verhalten auffallen hat entblödet sich Frau Planta nicht zu obiger Aussage. In welcher Welt lebt denn diese Dame? So wie sie es sagt müsste es sein, ist es aber ganz offensichtlich nicht.

Natürlich ist es nicht statthaft jeden Bankangestellten in Sippenhaft zu nehmen. Aber auch ein Angestellter trägt Verantwortung dafür, für wen er arbeitet – gerade wenn man davon jahrelang mit überdurchschnittlich hohen Löhnen oder sonstigen Geschenken erheblich profitiert hat. …genauso wie es vom ethischen Standpunkt eben auch einen Unterschied macht ob man für einen Gartenzaunhersteller tätig ist oder für ein Rüstungsunternehmen – selbst wenn man nur ein kleines Rädchen darin ist.

 

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Der Kunde ist … Quell der Freude

Bevor ich meinen Tassenshop tazzine.ch startete habe ich mir das natürlich gut überlegt. Ich fragte mich: Wo liegen die Risiken? Wo lauert Ärger und Frust?

Ich kam zum Schluss, dass eigentlich nicht viel zu verlieren war. Die wichtigste Absicherung: Zahlung per Vorauskasse – weil ich 1. keine Lust habe dem Geld säumiger Kundern hinterherzurennen und es 2. die ganze Bestellabwicklung vereinfacht.

Ich habe mich auch eingestellt auf vereinzelte, schwierige Kunden, die mit louchen Forderung kommen.

Es ist aber ganz anders gekommen!

Mit den Kunden habe ich ohne Ausnahme nur beste Erfahrungen gemacht. Sie sind freundlich und dankbar meine Produkte bestellen zu können. Oft erhalte ich richtiggehend nette, und persönlich gehaltene Mails. Und in den beiden Malen, bei denen etwas schief ging (es war mein Verschulden) begegnete ich Verständnis und Gleichmut. Das macht ungemein Spass!

Völlig unerwartete Schwierigkeiten stellten sich auf anderer Seite ein, nämlich bei den Lieferanten. Meine Erwartungen bezüglich Servicekultur und Verlässlichkeit wurden bisher bitter enttäuscht. Ich hatte schon mehr als ein Mal den Eindruck, dass die Tassenhersteller in Italien vielleicht gar nicht gern Geschäfte machen. Am frustrierendsten sind die enorm langen Lieferfristen – und vor allem die immer wieder neu auftretenden Verzögerungen die eine Lieferung immer weiter aufschieben. Habe ich nur den richtigen Umgangsmodus mit Geschäftspartnern aus Italien noch nicht gefunden?

Morgen reise ich nach Triest an die Triestespresso, der weltgrössten Messe rund um Kaffee. Die Lieferanten werden auch dort sein und ich werde das erste Mal persönlich mit ihnen sprechen können. Vielleicht hilft das ja?

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